Proliferationstherapie von Wirbelsäulenbandstrukturen

Nach eingehender körperlicher Untersuchung ergeben sich überzufällig häufig die Übergangsbänder zwischen Kreuz und Becken als Ausgangsort chronischer Kreuzschmerzen. Ursache ist oft eine Lockerung oder eine Überlastung im Rahmen einer inkoordinierten Haltung des Patienten.

Hier kann die Durchführung einer Proliferationstherapie sinnvoll sein. Bei dieser Therapie werden die erkrankten Bandstrukturen nach gründlicher Tastuntersuchung mit irritierenden aber unschädlichen Substanzen (z.B. Glucose 40 oder Mistelextrakt) an diesen Stellen infiltriert, so dass sich eine (gewollte) sterile Entzündung ausbildet. Im Rahmen des regulären Entzündungsablaufes führt der Körper reparative Wachstumsfaktoren und Reparaturzellen an den Ort der Entzündung heran, welche dann zu einer Verstärkung der Bandstrukturen führen soll (z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=n0xXFYCCytA, Stand: 14.05.2015).

Will man die Heilwirkung noch unterstützen, ist die Verwendung von PRP (platelet rich plasma) anzuraten (https://www.youtube.com/watch?v=oJCwOnj_ai8, Stand: 14.05.2015). Mit der Anwendung von Eigenblutanteilen, welche eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren (PRP) enthalten, können beschleunigte Heilprozesse an den betroffenen Bändern eingeleitet werden, durch deren Festigung sie zur Schmerzlinderung beitragen. In der Regel reicht eine Behandlung bei einseitiger Schmerzsymptomatik. Gelegentlich folgt eine zweite Therapie nach drei Monaten.

Bis zu 6 Wochen benötigt der Heilvorgang, der eine Festigung der behandelten Gewebe beabsichtigt. Anders als bei Therapie mit Kortison oder NSAR (z.B. Ibuprofen) tritt bei der Proliferationstherapie Schmerzlinderung nicht sofort ein, ist aber bei verzögertem Eintreten nachhaltiger zu beobachten.

Das Einüben von speziellen haltungsstabilisierenden und – korrigierenden Übungen ist als flankierende Maßnahme essentiell.

Die Proliferationstherapie gilt derzeit in Deutschland nicht ungeschränkt als deutscher Facharztstandard, wird aber seit Jahren sehr erfolgreich von osteopatisch tätigen Ärzten in den USA praktiziert (https://www.youtube.com/watch?v=MlCxJNXmi_8&index=19&list=PLq35q5WAM2erqO52kOMkTSBwAF8V25DkH, Stand: 14.05.2015).

Bei Privat- und Beihilfekassen werden in der Regel die ärztlichen Leistungen ohne Beanstandungen übernommen. Die hundertprozentige Kostenübernahme der Sachkosten bei der PRP-Therapie kann nicht garantiert werden und sollte ggf. vor der Maßnahme abgeklärt werden.

Minimalinvasive Wirbelsäulentherapie

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Dr. med. Robert Bethke, MHBA

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