Atlas-Impulstherapie nach Arlen

Die obere Halswirbelsäule des Menschen stellt eine anatomisch wie funktionell hochinteressante Gegend dar. In der embryologischen Entwicklung zeigt der Übergang zwischen Hinterkopf und oberer Halswirbelsäule früh eine Abweichung von der segmentalen Entwicklung. In der Folge entwickelt sich die tiefe Nackenmuskulatur zum Rezeptororgan für die Orientierung im Raum und die Verrechnung der Stellung von Kopf und Rumpf zueinander mit nervalen Verschaltungen zum Atem- und Kreislaufzentrum, Gleichgewichtsorgan sowie vegetativen Nervensystem mit seinen Anteilen Sympathikus und Parasympathikus.

Nach einer entsprechenden klinischen Diagnostik (Röntgenbilder zur Ermittlung der Impulsrichtung werden entgegen früherer Praxis nicht mehr routinemäßig benötigt!) kann durch einen in Richtung und Intensität individuell angepassten kurzen  und gezielten Impuls sensorischen Einfluss auf diese Gegend im Sinne eines „Resets“ eines Computers genommen werden. Nachfolgend kommt es dann zur Normalisierung gestörter Funktionen, die besonders bei Kindern häufig beeindruckend sind.

Sinnvollerweise wird diese Therapie häufig in ein manualmedizinisch-osteopathisches Gesamtbehandlungskonzept integriert und weitere Behandlungsmaßnahmen wie z.B. spezifische osteopathische Mobilisationen und Manipulationen vorher oder hinterher angeschlossen.

Mögliche Behandlungsindikationen:

  • Funktionsstörungen (Blockierungen) der Wirbelsäule in allen Abschnitten (Erwachsene und Kinder)
  • Sensomotorische Störungen (Erwachsene und Kinder)
  • Muskuläre Verspannungen (Erwachsene und Kinder)
  • Schwindel (Erwachsene und Kinder)
  • Kopfschmerzen (Erwachsene und Kinder)
  • craniomandibulare Dysfunktionen (CMD – Erwachsene)
  • Neurodegenerative Erkrankungen (M.Parkinson, Multiple Sklerose, Muskeldystrophie, etc. – Erwachsene)
  • infantile Zerebralparese (Kinder)
  • Schluckstörungen (Säuglinge)
  • Sprach- und Sprechstörungen (Erwachsene und Kinder)
  • Zustände nach cerebralen Insulten (Erwachsene)
  • Spastikreduktion und Muskeltonusverbesserung (Erwachsene und Kinder)
  • rheumatoide Arthritis
  • periphere Polyneuropathien

Eine Behandlung sollte nicht erfolgen:

  • Floride Entzündungen in den Kopfgelenken (z.b. Grisell-Syndrom!!!)
  • Osteolysen bei rheumatoider Arthritis
  • Metastasen in der oberen HWS
  • hochgradige Arthrose in den Atlantooccipitalgelenken (relativ)
  • angeborene Segmentationsstörungen (relativ)
  • angeborene Aplasien (relativ)

 

Eine behandlungsspezifisches Risiko der Atlas-Impulstherapie nach Arlen besteht nicht. Befundverschlechterungen infolge falscher Technik (die auch mal deutlich ausfallen können) sind vollständig reversibel. Aus diesem Grund ist die Atlas-Therapie nach Arlen aber auch eine nicht delegierbare rein ärztliche Behandlung.

Für die Atlas-Impulstherapie existiert in der aktuell gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) keine eigene Abrechnungsziffer. Im Anhang I der Beihilfeverordnungen für Beamte ist die Atlas-Impulstherapie als nicht beihilfefähig aufgeführt.

Da die Atlas-Impulsbehandlung meist in ein manualmedizinisch-osteopathisches Gesamtkonzept eingebettet wird, welches mit dem Ansatz von Standard-GOÄ-Ziffern aus dem Bereich der physikalischen Therapie und der konservativen Orthopädie abgerechnet werden ohne dass ein Einzelbezug zu jeder einzelnen Leistung möglich ist, kann davon ausgegangen werden, dass trotzdem eine vollständige Erstattung der Rechnungen in unserer Praxis die Regel ist.    

Eine Behandlung kann sich jede(r) leisten!


Bewertung von Dr. med. Robert Bethke:

Mich fasziniert immer wieder, wie man durch gezielte Atlas-Impulstherapie sicher Einfluss auf gestörte Körperfunktionen nehmen und damit Patienten rasch helfen kann. Insbesondere in der osteopathischen Behandlung von Kindern ist eine wirkungsvolle Therapie ohne Atlas-Impulstechnik nicht mehr vorstellbar.

Die Atlas-Impulstherapie nach Arlen ist zwar durchaus auch als Einzelanwendung möglich und kann damit bereits als alleiniger Therapieansatz ausreichend wirksam sein. In ein Gesamttherapiekonzept eingebunden entfaltet die Atlas-Impulstherapie jedoch weitere Behandlungsvorteile. Mögliche weitere Therapieansätze finden Sie nachfolgend:

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Foto zeigt das Portrait von Dr. Bethke Facharzt für Orthopaedie und Unfallchirurgie

Dr. med. Robert Bethke, MHBA

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Diplom-Osteopath (DAAO)

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