Funktionelle Infusionstherapien

Bei chronischen Krankheiten und nachhaltigen Funktionsstörungen wird der Behandlungsverlauf beschleunigt und oft sogar erst ermöglicht, wenn eine Infusionstherapie ins Behandlungskonzept integriert wird. Im Gegensatz zur orthopädischen Infusionstherapie stehen im Bereich der Funktionellen Medizin mehr ganzheitliche Therapieziele im Vordergrund. Teilweise wird in Applikation als Infusion auch deshalb notwendig, weil der Darm zeitweilig in seiner Aufnahmekapazität krankhaft eingeschränkt ist. Uns ist besonders wichtig, dass alle Infusionstherapien schonend und schmerzarm durchgeführt werden. Teilweise entsprechen manche Infusionen nicht dem aktuellen Facharztstandard und stellen ein off-label-Therapieversuch dar. Über diese Aspekte, individuelle Indikation, Durchführung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Integration der Infusionstherapie in das Gesamttherapieprogamm informieren wie Sie im individuellen Gespräch gerne umfassend.

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Foto zeigt das Portrait von Dr. Bethke Facharzt für Orthopaedie und Unfallchirurgie

Dr. med. Robert Bethke, MHBA

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Diplom-Osteopath (DAAO)

Fax: 04131-405100

Unsere funktionelle Infusionen

Hochdosinfusionen Vitamin C

Die Funktion des Vitamin C (Ascorbinsäure) im menschlichen Organismus sind sehr vielfältig und altbekannt. So wird neben weiteren Funktionen von Vitamin C v.a. eine Stimulierung des Immunsystems (Stimulierung Leukozyten, Immunglobulinsynthese, Komplementsystem, Inferferonsynthese und der Prostaglandinsynthese), eine Regulation der Blutfette (Senkung von LDL und Triglyceriden, Erhöhung von HDL), ein Beitrag zum Aufbau des Bindegewebes (Kollagenaufbau), eine antioxidative Funktion als Radiakalfänger, eine Förderung der Eisenresorption und eine Stimulierung der Produktion von Nebennierenhormonen bewirkt.

Da Ascorbinsäure chemisch ein Zucker ist, kann über die orale Aufnahme immer nur eine Dosis von maximal ca. 500mg aufgenommen werden. Um gewünschte therapeutische Wirkungen zu erzielen, müssen daher Infusionen als „Hochdosisinfusion“ im Grammbereich (meist 7,5 oder 15g pro Infusion) durchgeführt werden.

Infusionen mit Glutathion

Eng verbunden mit der Vitamin C – Wirkung ist die Glutathion-Infusion. Glutathion ist eines der wirkungsvollsten körpereigenen Körper-Antioxidantien, mit deren Hilfe der Körper sich gegen oxidativen Stress (Ein Übermaß von Sauerstoffradialen, die aus entgleisten Stoffwechselvorgängen entstehen) helfen kann. Wenn Glutathion selbst oxidiert ist, kann es selbst nicht mehr als Antioxidans zur Verfügung stehen und muss entweder reduziert oder von extern zugeführt werden.

Liegt der Schwerpunkt also auf einem (schnell wirkenden) antioxidativen Therapieregime, gehören Glutathioninfusionen auf alle Fälle einfach mit dazu.

Orthomolekulare Infusionen bei Mangel von Aminosäuren, Mineralien, Vitaminen und Vitaminoide

Besteht nach ausführlicher Labordiagnostik ein Mangel an einzelnen Aminosäuren, Mineralien, Vitaminen und Vitaminoide, können diese mittels Injektion und/oder Infusion schnell wieder aufgefüllt werden. Dieses kann insbesondere als Vorbereitung oder Nachbereitung für anstehende oder gerade durchgeführte Operationen sinnvoll sein. Infusionen von Aminosäuren können je nach Bedarf begleitend zur Durchführung einer Darm-Immuntherapie notwendig werden. Als Injektion ist vereinzelt sowohl Selen als auch Magnesium notwendig zu applizieren.

Mitochondriale Infusionen

In der mitochondrialen Therapie sind Infusionen mit speziellen Wirkstoffkombinationen häufig notwendig. Dabei sollen den Mitochondrien alle Vitamine und Mineralien zur Verfügung gestellt werden, die zu einem Wieder-Hochfahren der mitochondrialen Energieproduktion notwendig sind. Hinzu kommen dabei immer Antioxidantien. Teilweise kann in schweren Verläufen auch die Applikation von individuellen Zusatzstoffen (z.B. DCA) im off-label-use als Therapieversuch notwendig werden. Dabei beziehen wir diese Infusionen als spezielle Infusionskonzentrate von einer spezialisierten Apotheke, so dass immer eine hohe Qualität der Ingredienzien gewährleistet ist.

Infusionen gegen latente Azidose ("Übersäuerung")

Bei vielen chronischen Erkrankungen liegt eine latente Übersäuerung des Bindegewebes vor. Dazu zählen z.B. viele Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus und Gicht aber auch orthopädische Krankheitsbilder wie z.B. frozen shoulder und Achillodynie. Wird aufgrund einer azidotischen Stoffwechsellage zuviel Säure produziert und sind zu wenig Bicarbonat-Puffer-Möglichkeiten vorhanden, hat der Körper nur die Möglichkeit, diese Säure im Bindegewebe zwischenzulagern, da diese Zwischenlagerung im Blut nicht möglich ist. Diese Bindegewebsübersäuerung kann zu Schmerzen, Funktionseinschränkungen und Gewebeverletzungen führen. Über die i.v.-Gabe von Bicarbonat (oder andere Puffersysteme), ggf. in Kombination mit Procain, kann diese Übersäuerung kausal therapiert werden. Dieses ist oftmals notwendig, um Therapieblockaden durchbrechen zu können.

Ausleitungsinfusionen (Chelattherapie)

Ist eine Schwermetallbelastung im Rahmen der funktionellen und/oder umweltmedizinischen Diagnostik nachgewiesen worden und bestehen dazu passende klinische Symptome, kann eine Ausleitungstherapie (auch Chelattherapie oder Chelatierung genannt) indiziert sein. Häufig bestehen dabei Zusammenhänge zu Schwermetallbelastungen, die z.B. von alten Amalgamfüllungen aus der Zahnheilkunde herrühren. Nach einer labortechnischen Abklärung wird ein Chelat-Test durchgeführt, der anzeigt, ob die Chelatierung überhaupt die gewünschten Schwermetalle in relevanten Dosierungen ausleiten würde und welche gewünschten Metalle ebenfalls ausgeleitet werden würden und deshalb bei der Chelatierung substituiert werden müssen. Danach kann in einer Infusionsserie die bestehende Schwermetallbelastung eliminiert werden.

Sonstige Infusionen

Im Einzelfall nutzen wir bei entsprechender Indikation nach ausführlicher Diagnose auch weitere individuelle Infusionskonzepte für spezifische Problemstellungen. Z.B. könnten dann DMSO-Infusionen oder Curcumin-Infusionen zur Anwendung kommen.

Kontakt

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Dr. med. Robert Bethke, MHBA

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