Therapiekonzepte Rücken und Systemerkrankungen

Bei Beschwerden des Rückens, der Wirbelsäule, des Nackens und des Kreuzes müssen nicht immer orthopädische Probleme beschwerdeursächlich sein. Es gibt eine Reihe von systemischer Erkrankungen, die erhebliche Beschwerden am Bewegungssystem – hier speziell am Rücken – verursachen. Folgende Erkrankungen sind dabei häufige Konsultationsanlässe:

  • Osteoporose in allen Ausprägungen
  • chronische systemische Entzündungskrankheiten (z.B. : „Morbus Bechterew“)
  • Erkrankungen aus dem internistischem Facharztgebiet, die über das Konzept der Fazilitation eines Rückenmarksegmentes Rückenbeschwerden verursachen (z.B. leaky gut, Herzrhytmusstörungen, etc.)
  • Erkrankungen aus dem gynäkologisch-urologischem Facharztgebiet, die ebenfalls über das Konzept der Fazilitation eines Rückenmarksegmentes Rückenbeschwerden verursachen (z.B. Gallenblasen- und Nierensteine, Myome, Nierentumore, etc.)

 

In allen Fällen ist es unerlässlich, interdisziplinär zunächst die Grunderkrankung anzugehen und dann die orthopädischen Auswirkungen zu therapieren. Erst die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen führt somit zur Beschwerdefreiheit. Häufig können hier die Konzepte der funktionellen Medizin unterstützend gute Therapieansätze (v.a. bei leaky gut und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) bieten.

Foto zeigt das Portrait von Dr. Bethke Facharzt für Orthopaedie und Unfallchirurgie

Dr. med. Robert Bethke, MHBA

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Diplom-Osteopath (DAAO)

Fax: 04131-405100

Die Therapieprogramme bei Rückenbeschwerden infolge Systemerkrankungen

Therapie der Osteoporose

Nach Sicherung der Diagnose mittels DXA-Knochendichtemessung erfolgt immer eine Basistherapie mit

  • calciumreicher Ernährung (ggf. auch Calciumsupplimentierung im Einzelfall)
  • Vitamin-D-Gabe in ausreichender Dosierung
  • tägliche Bewegungstherapie zum Training der Sensomotorik
  • nach Möglichkeit täglich frisch gekochtes vitaminreiches vollwertiges Essen
  • Überprüfung, ob wirklich alle Medikamente (Achtung, auch Eigenmedikation!) notwendig sind

 

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird eine antiresorptive Therapie notwendig, welche die knochenabbauenden Zellen hemmt und ggf. die knochenaufbauenden Zellen unterstützt. Die genaue Auswahl des richtigen Medikamentes ist Bestandteil der osteologischen Beratung.

Aus orthopädischer Sicht können folgende orthopädische Therapiemaßnahmen zusätzlich  sinnvoll sein:

 

Selbstverständlich müssen dieses Behandlungsmaßnahmen auf die Krankheitssituation des individuellen Patienten angepasst werden, weshalb vorher immer eine ärztliche Beratung erfolgen sollte.

Rückentherapieoptionen bei rheumatischen Systemerkrankungen.

Die rheumatischen Erkrankungen zeichnen sich dadurch aus, dass eine entzündliche Systemkomponente vorliegt, d.h. dass nicht nur ein Gelenk sondern der ganze Körper betroffen ist. Für die Wirbelsäule sind v. a. die entzündlichen Spondylarthropathien wichtig. Diese können in eine ankylosierende Verlaufsform übergehen, die mit Einsteifung verbunden ist. Therapeutisch ist insofern zunächst auch die systemische antientzündliche Therapie die wichtigste Therapiemaßnahme. Dazu steht eine breite Palette von Medikamenten zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit einem internistisch-rheumatologischen Facharzt ist dabei essentiell.

Durch Methoden der funktionelle Medizin (v. a.funktionelle Infusionstherapie) können wir unterstützend die systemische Entzündung bekämpfen.

Die orthopädischen Beschwerden werden häufig neben der systemischen Inflammation durch lokale Entzündungen im betroffenen Wirbelsäulensegment verursacht. Als mögliche sinnvolle Therapieformen zur Therapie der orthopädischen Begleitbeschwerden bieten sich an:

 

Selbstverständlich müssen diese Behandlungsmaßnahmen auf die Krankheitssituation des individuellen Patienten angepasst werden, weshalb vorher immer eine ärztliche Beratung erfolgen sollte.

Rückentherapieoptionen bei Herz-Kreislauferkrankungen 

Herz-Kreislauferkrankungen – allen voran Herzrhytmusstörungen und therapeutisch schlecht eingestellte  (oder noch nicht diagnostizierte) Bluthochdruckerkrankungen – verursachen über die Fazilitation im betroffenen Rückenmarkssegment hartnäckige Funktionsstörungen, Rückenschmerzen und wiederholte Blockierungen.

Grundsätzlich müssen diese Erkrankungen – oder der Verdacht darauf – internistisch-fachärztlich abgeklärt und therapeutisch-medikamentös eingestellt sein (Im Fall von Herzrhythmusstörungen können invasive ablative Maßnahmen indiziert sein).

Erst danach tritt wieder die Orthopädie auf den Plan. Mögliche therapeutische Optionen sind dabei:

 

Selbstverständlich müssen dieses Behandlungsmaßnahmen auf die Krankheitssituation des individuellen Patienten angepasst werden, weshalb vorher immer eine ärztliche Beratung erfolgen sollte.

Rückentherapieoptionen bei Darmerkrankungen.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sowie Darmschrankenstörungen (leaky gut) führen über zwei Wegen zu orthopädischen Problemen: Einerseits über die Fazilitierung im betroffenen Rückenmarksegment und andererseits über die ständige Aktivierung des Immunsystems. Auch hier steht deshalb zunächst immer die internistische-fachärztliche Abklärung und Therapieeinstellung im Vordergrund.

Wir können diese unterstützen durch:

  • Darmtherapie im Kontext der funktionellen Medizin
  • Ernährungsberatung bei Lebensmittelunverträglichkeiten
  • IHHT-Behandlung

 

Die orthopädischen Beschwerden werden durch die Fazilitierung im betroffenen Wirbelsäulensegment verursacht. Als mögliche sinnvolle Therapieformen zur Therapie der orthopädischen Begleitbeschwerden bieten sich an:

 

Selbstverständlich müssen diese Behandlungsmaßnahmen auf die Krankheitssituation des individuellen Patienten angepasst werden, weshalb vorher immer eine ärztliche Beratung erfolgen sollte.

Weitere Fragen

Wie lange müssen systemisch wirksame Medikamente eingenommen werden?

Im Fall von Osteoporose und rheumatischen Erkrankungen ist häufig eine lebenslange Einnahme der Medikamente notwendig. Dadurch wird gewährleistet, dass die systemische Inflammation niedrig und die Knochendichte ausreichend hoch gehalten werden kann. Im Falle der rheumatischen Erkrankungen macht es manchmal Sinn, zusätzlich lokal antientzündlich mit Kortison zur arbeiten (z.B. als Gelenkinfiltration), um einen Therapiedurchbruch zu erzielen. In jedem Einzelfall wird diese Entscheidung zusammen zwischen Arzt und Patient in einem vertrauensvollen Gespräch nach Vorlage aller klinischer, technischer und radiologischer Befunde gemeinsam getroffen.

Ist es zwingend notwendig, externe Fachärzte zu konsultieren?

Ja, die Expertise dieser Fachärzte wird insbesondere in den Bereichen Rheuma, Darm und Herz-Kreislauferkrankungen zwingend gebraucht, auch wenn insbesondere Termine bei internistischen Rheumatologen schwierig zu bekommen sind. Einzig im Bereich der Osteoporose brauchen wir nur selten externe Expertise bei schweren Fällen im Sinne einer Zweitmeinung, ansonsten gehört die Osteologie zum orthopädischen Fachgebiet.

Welche physiotherapeutischen Maßnahmen empfehlen und rezeptieren wir?

Im Einzelfall können Therapiemaßnahmen der manuellen Therapie (Mobilisierung des ISG und der kleinen Wirbelgelenke), der neurophysiologischen Krankengymnastik (Programmierung der langen Muskelketten), Faszientherapie (Dehnung „verklebter“ Bindegewebsschichten), klassische Massage (Detonisierung reaktiv verspannter Muskeln), Bindegewebsmassagen medizinische Trainingstherapie (Krankengymnastik am Gerät) sinnvoll sein. In jedem Einzelfall wird diese Entscheidung zusammen zwischen Arzt und Patient in einem vertrauensvollen Gespräch nach Vorlage aller klinischer, technischer und radiologischer Befunde gemeinsam getroffen.

 

Unsere Therapiekonzepte für die Behandlung des Rückens

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