Therapiekonzepte bei Arthrose der Kniegelenke

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Es besteht aus drei Untergelenken (Mediales femorotibiales Gelenk, Laterales femorotibiales Gelenk und femoropatellares Gelenk) und weist die größte Schleimhautoberfläche aller Körpergelenke auf. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Arthrose des Kniegelenk die häufigste Arthroseform des Menschen darstellt. Mit unseren heutigen Möglichkeiten ist Arthrose noch nicht heilbar, wir können ihre Symptome jedoch nachhaltig lindern. Dafür steht ein breites Spektrum an konservativ-therapeutischen Maßnahmen zur Verfügung, um die Lebensqualität zu verbessern, Schmerzen zu mindern und die Funktionalität wiederherzustellen. Damit ist es häufig möglich, Patienten lange Zeit ohne operative Maßnahmen zu behandeln. Sind diese Operationen jedoch nicht mehr zu umgehen, muss die endoprothetische Versorgung mittels Kunstgelenken in der Gesamtheit gesehen als volle Erfolgsgeschichte bewertet werden. Gleichwohl ist es unser Anspruch, im optimalen Fall den Patienten zu ermöglichen, ohne operative Maßnahmen bis zu ihrem Lebensende schmerzfrei, voll mobil und mit ungestörter Funktionalität zu leben.

Foto zeigt das Portrait von Dr. Bethke Facharzt für Orthopaedie und Unfallchirurgie

Dr. med. Robert Bethke, MHBA

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Diplom-Osteopath (DAAO)

Fax: 04131-405100

Die Therapieprogramme für Arthrose der Kniegelenke

In dieser Therapiestufe steht eine Patienteninformation, Schmerzlinderung und eine Verbesserung der Funktionalität  – insbesondere des Gehens – im Alltag im Vordergrund.

  • Ausführliches Beratungsgespräch zu Eigentherapiemöglichkeiten der Patientin/des Patienten sowie zum angepassten Verhalten im Alltag.
  • Bei Bedarf entzündungshemmende Medikamente (NSAR) als Tablette oder als äußerliche Anwendung. Hierfür kommen z.B. Diclofenac oder Ibuprofen zur Anwendung.
  • Akupunktur/Laser-Akupunktur 10x – 15x.
  • Ultraschallgesteuerte Infiltration von Kortisonpräparaten bei Notwendigkeit (Gonarthritis) 1-2x
  • Ultraschallgesteuerte Infiltration von Hyaluronsäurepräparaten 5x
  • Ggf. im Einzelfall osteopathische Therapie zur Therapie interagierender myofaszialer Störungen im Bereich der unteren Extremitäten.
  • Ggf. im Einzelfall EMG-Biofeedbacktraining der Oberschenkel-Muskulatur (v.a. der sogenannten Retropatellararthrose)
  • Ggf. im Einzellfall Muskelaufbautraining mittel Vibrationsplattentraining

 

Selbstverständlich muss dieses Behandlungsprogramm auf die Krankheitssituation des individuellen Patienten angepasst werden, weshalb vorher immer eine ärztliche Beratung erfolgen sollte.

Sind die Maßnahmen der Stufe 1 ausgereizt, eventuell interagierende Störungen ebenfalls therapiert, aber immer noch keine wesentliche Besserung vorhanden, kommen die Maßnahmen der Stufe 2 zu Anwendung:

 

Teilweise werden aufgeführte Therapien trotz aktuellem Facharztstandard nicht von allen Kostenträgern erstattet. Im Bereich des Hüftgelenkes sind wir aus klinischer Erfahrung insgesamt früher bereit, Patienten zu operativen Therapie zu überweisen, da beim Versagen der genannten konservativen Therapien des Grundprogramms eine operative Therapiestrategie die besseren Erfolgsaussichten hat. Deshalb nehmen wir uns auch nach möglicherweise noch unbefriedigenden Therapieergebnissen der Standardtherapie immer ausreichend Zeit zur individuellen Diskussion des weiteren therapeutischen Vorgehens und Findens der bestwirksamen weiterführenden Therapiestrategie.

 

Wir vermitteln Sie bei Notwendigkeit selbstverständlich gerne an die richtigen Spezialisten für operative Maßnahmen!

Weitere Fragen

Was steht es mit alternativen Heilverfahren in unseren Behandlungskonzepten?

Grundsätzlich klären wir immer auch über alternative Behandlungskonzepte sowie unseren Erfahrungen und Einschätzungen dazu auf. Im Bereich des Kniegelenkes könnten hierfür aus unserer Sicht vor allem der Einsatz der Magnetfeldtherapie, der Blutegeltherapie und der Misteltherapie Gesprächsgegenstand sein. Aus juristischen Gründen können nähere Aussagen dazu aber nur im persönlichen Arzt-Patienten-Gespräch anhand der individuellen Krankheitssituation getroffen werden.

Wie ist der Stellenwert von Operationen?

Bei früher Indikationsstellung und frühem Therapiebeginn in der Gesamtschau eher gering (wobei Einzelfälle mit früherer Notwendigkeit immer wieder herausfallen). In fortgeschrittenen Stadien der Gonarthrose sind aber operative Therapiestrategien wertvolle Optionen. In jedem Einzelfall muss jedoch ausführlich abgeklärt und zwischen Arzt und Patienten besprochen werden, ob die Fortführung der konservativen Therapie oder der Wechsel zur operativen Therapie der individuell beste Weg für den konkreten Patienten darstellt.

Kann die Nachbehandlung nach erfolgter operativer Versorgung wieder in der Orthopädie am St. Lambertiplatz durchgeführt werden?

Selbstverständlich! Durch langjährige Tätigkeit in operativen orthopädischen und unfallchirurgischen Kliniken qualifiziert freut sich Dr. Bethke immer wieder, operative Nachbehandlungen durchführen zu können und dabei miterleben zu dürfen, wie die Patienten hin zu neuer Lebensfreude und neuen (beweglicheren) Lebenszielen aufbrechen!

Unsere Therapiekonzepte zur Arthrosetherapie

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Dr. med. Robert Bethke, MHBA

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Diplom-Osteopath (DAAO)

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Kontakt

Schmerzfrei, entspannt und mobil, Ihr Lächeln ist unser Ziel!

Dr. med. Robert Bethke, MHBA

St. Lambertiplatz 6
21335 Lüneburg

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