Proliferationstherapie

Die Proliferationstherapie (Synonyme: „Prolotherapie“, „Sklerosierungstherapie“) ist ein Infiltrationsverfahren zur Therapie von Bändern und Sehnen, die funktionell zu schwach sind (alltäglicher Vergleich z.B. mit einem „ausgeleierten“ Hosengummi) und damit eine vermehrte Beweglichkeit (i.e. Instabilität) aufweisen, welche wiederum zu Schmerzen infolge dieser von der Natur nicht vorgesehenen Mehrbeweglichkeit führen kann.

Die infiltrierte Substanz stimuliert die Fibroblasten (Zellen, welche Bindegewebe und Sehnen produzieren) zur vermehrten Bindegewebsproduktion (Kollagenproduktion) und damit zur Reifung und Stärkung der schwachen Bandelemente. Dabei wird durch das Mikrotrauma der Injektion sowie durch die injizierte Substanz eine Entzündung angestoßen, welche durch Freisetzung von Wachstumsfaktoren (z.B. PDFG, TGF-ß, TFG-α, IGF-1, etc.) Wundheilungsmechanismen aktiviert werden, zu denen u.a. auch eine vermehrte Kollagenproduktion gehört (eine weiterführende sehr schöne Erklärung unter: https://www.youtube.com/watch?v=n0xXFYCCytA, Stand: 31.12.2017). Die Proliferationstherapie wird meist als Serientherapie von maximal 6 Anwendungen durchgeführt. Mögliche Indikationen (Auswahl): Instabilität von Gelenken infolge „ausgeleierter“ zu lockerer Bandstrukturen, z.B. unterer Rückenschmerz, Instabilitäten des Kniegelenkes infolge Arthrose, Instabilitäten des oberen Sprunggelenkes nach Distorsionen und Instabilitäten des Ellenbogens bei chronischen Epicondylopathien. Die Proliferationstherapie gilt derzeit in Deutschland nicht uneingeschränkt als deutscher Facharztstandard, wird aber seit Jahren sehr erfolgreich von osteopatisch tätigen Ärzten in den USA praktiziert (Als Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=wxoLIplUGC8, Stand: 14.05.2015 ).

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